© Matthias Jung
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Dead Man Walking

Oper in zwei Akten von Jake Heggie | Libretto von Terrence McNally | Nach dem Buch von Sister Helen Prejean

Fr 24 Mai
19:30–22:20 (Pause um 20:50) Oper in zwei Akten von Jake Heggie | Libretto von Terrence McNally | Nach dem Buch von Sister Helen Prejean Detmold, Landestheater
Achtung: Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit. Tickethotline 0 52 31 / 974-803

DAS STÜCK

»Dead Man Walking«, so lautet der Ruf amerikanischer Gefängnisaufseher, wenn ein zum Tode Verurteilter seinen letzten Gang antritt. Joseph de Rocher ist wegen Mordes zum Tode verurteilt. Er pflegt einen Briefaustausch mit Schwester Helen. Als der Tag seiner Hinrichtung heranrückt, bittet er sie um ein Treffen. Sie macht sich auf den Weg und tritt eine Reise an, auf der ihre tiefsten Überzeugungen auf eine harte Probe gestellt werden. Sie erwartet einen reuigen Sünder anzutreffen. Doch de Rocher ist von seiner Unschuld überzeugt und leugnet seine grausamen Taten. Es geht um die großen Themen Schuld und Vergebung, Moral, Reue und vor allem um Menschlichkeit. Die Oper basiert auf dem gleichnamigen Buch von Sister Helen Prejean, einer amerikanischen Aktivistin gegen die Todesstrafe, die darin ihre Erfahrungen aus Begegnungen mit Todeskandidaten verarbeitete.


Wir weisen Sie darauf hin, dass es in dieser Aufführung Szenen gibt, in denen sexualisierte Gewalt sowie eine Hinrichtung dargestellt wird.

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Besetzung

Kritiken

Die Besetzung der Hauptrollen und auch der vielen kleineren Partien ist in Detmold optimal. (…) Per-Otto Johansson dirigiert das Symphonische Orchester (…) mit feinem Gespür für das spezifisch Amerikanische in der Musik. In seinem Dirigat kommen die großen Emotionen von Heggies Partitur voll zu ihrem Recht, und doch bleibt alles unter Kontrolle.
Opernglas

Eine beeindruckende und mitreißende Inszenierung. (…) Ein Drama, in dem es derart ums Eingemachte geht, steht und fällt mit seiner theatralen Glaubwürdigkeit. Und die ist hier auf fulminante Weise gegeben.
Oper!

Eine emotionale Wucht.
WDR 3 TonArt

Im Mittelpunkt stand der Gesang von Anna Dowsley, die im stetigen Einsatz ihre großen Gesangsqualitäten präsentierte. (…) Aber auch die Nebenrollen waren gesanglich perfekt und beeindruckend in Szene gesetzt. Besonders die Mutter des Mörders, Mrs. Patrick de Rocher (Lotte Kortenhaus), wusste ihre tiefen Muttergefühle gepaart mit Wut und Verzweiflung emotionsgeladen und kraftvoll darzustellen.
Und auch Penelope Kendros als Sister Rose verdiente sich eine ebenso große Anerkennung vom Publikum. Die gleichermaßen einfühlsame wie spannungsgeladene Musik, die sowohl an symphonische Filmmusik als auch an die Tradition der europäischen romantischen Oper erinnerte, wurde vom Symphonischen Orchester des Landestheaters sowohl hervorragend umgesetzt als auch unterstützt.
Lippische Landes-Zeitung

Lotte Kortenhaus gibt ein ausdrucksstarkes Portrait der Mutter des Mörders. Penelope Kendros als Sister Rose kontrastiert mit hellem Sopran eindrucksvoll den dunklen Mezzo von Anna Dowsley. Stephen Chambers verleiht mit prägnantem Tenor dem Gefängnispfarrer scharfe Kontur. Und Andreas Jören singt und spielt den Vater eines der ermordeten Teenager mit der strengen Würde eines amerikanischen Konservativen, der bei aller Schroffheit am Ende gesprächsbereit bleibt. Chor und Kinderchor singen verlässlich und mit hoher Präsenz. Das Detmolder Orchester interpretiert Heggies Musik feinsinnig und mit delikatem Klang.
Online Musik Magazin

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