Nach einem Schiffbruch strandet Viola an der Küste Illyriens. Weil man nie wissen kann, was einen als Schiffbrüchige in einem fremden Land erwartet, beschließt sie, sich vorsichtshalber als Mann zu verkleiden. Als schneidiger Cesario tritt sie in den Dienst des Herrschers Orsino. Dieser ist unsterblich in die Gräfin Olivia verliebt, die ihn jedoch abweist. Kein Grund, sich entmutigen zu lassen, denkt sich Orsino und beauftragt Viola, Olivia stellvertretend für ihn selbst den Hof zu machen. Dummerweise verguckt sich Olivia prompt in den Liebesboten. Viola indes leidet immer mehr unter ihrer Rolle als Amor. Denn sie hat sich inzwischen in Orsino verliebt, für den sie Olivia eigentlich erobern soll. Als dann noch Violas beim Schiffbruch vermeintlich verunglückter Zwillingsbruder Sebastian auftaucht, den Olivia nun für Cesario hält, ist das Chaos perfekt.
In dieser Verwechslungskomödie sind alle verliebt – nur scheinbar jeweils in die falsche Person. Doch sobald die Verwechslungen sich auflösen, wendet sich auch für die Liebenden alles zum Guten. Ein Klassiker, der dem menschlichen Begehren und der Frage nach der eigenen Identität mit viel Komik auf den Grund geht.
DAS STÜCK
Besetzung
- Inszenierung Jan Steinbach
- Bühne Franz Dittrich
- Kostüme Jule Dohrn-van Rossum
- Dramaturgie Reinar Ortmann
- Ton Timo Hintz
- Licht Udo Groll
- Maske Kerstin Steinke
- Orsino, Herzog von Illyrien Aom Flury
- Viola Stella Hanheide
- Sebastian, Violas Bruder Leonard Lange
- Antonio, Sebastians Freund Emanuel Weber
- Olivia, eine reiche Gräfin Ewa Noack
- Sir Toby Rülps Manuela Stüßer
- Sir Andrew Leichenwang Paul Enev
- Maria/ Mario Adrian Thomser
- Feste, der Narr Alexandra Riemann
- Malvolio, Olivias Haushofmeister Gernot Schmidt
Kritiken
Die Inszenierung von Jan Steinbach bietet lustige Szenen, Slapstick und auch Klamauk wohldosiert an. Hier dürfen die Zuschauer lachen.
Lippische Landeszeitung
Stella Hanheide macht immer „bella figura“, ob in der weiblichen oder in der männlichen Ausprägung, als Viola und als Cesario. An sie mag sich auch der Fan Shakespear‘scher Poesie halten, welche sich natürlich auch hier – neben aller Derbheit – reichlich findet.
Kulturinfo Lippe