© Jochen Quast
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Frühlings Erwachen

Schauspiel von Frank Wedekind

Fr 16 September
19:30–22:05 (Pause um 20:35) Schauspiel von Frank Wedekind Detmold, Landestheater
Achtung: Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit. Tickethotline 0 52 31 / 974-803

DAS STÜCK

Immense schulische Anforderungen treiben den 15-jährigen Moritz Stiefel an den Rand eines Burnouts. Währenddessen ist sein Freund Melchior Gabor, in der Schule ein Überflieger, bereits viel mehr mit seiner sexuellen Orientierung beschäftigt. In der ein Jahr jüngeren Wendla Bergmann wächst unaufhaltsam der Wunsch nach Emanzipation von ihrer überängstlichen Mutter, denn Wendlas Schulfreundin Ilse lebt ihre extrovertierte Lebenslust längst exzessiv aus. Und an Hänschen Rilow zeigen sich die Verunsicherungen einer Generation, die mehr denn je ihre geschlechtliche Identität infrage stellt, vielleicht am deutlichsten.
Als Frank Wedekind 1891 seine »Kindertragödie« veröffentlichte, löste dies im verklemmten, deutschen Kaiserreich einen waschechten Skandal aus. Hausregisseurin Konstanze Kappenstein wird sich in ihrer Neuinterpretation des Klassikers auf die Clique der verunsicherten und zugleich lebenshungrigen Jugendlichen konzentrieren, die bei ihrer Suche nach Orientierung in einer überinformierten Umgebung und auf Selbstoptimierung getrimmten Leistungsgesellschaft mehr denn je auf sich selbst gestellt sind.



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Besetzung

Kritiken

Aufsehenerregend.
(Lippische Landes-Zeitung)

Stimmen aus dem Zuschauerraum

"\itte richten Sie dem gesamten Ensemble und allen Beteiligten am Stück „Frühlingserwachen“ meinen Dank für die tolle Vorstellung von gestern aus.
Auch wenn meine eigene Schulzeit mehr als 30 Jahre her ist, habe ich mich an vielen Stellen in die Zeit zwischen 12 und 22 zurückversetzt gefühlt und mich erinnert, wie schmerzhaft und schwierig es sein kann jung zu sein … und mein Sohn steckt grade noch mitten drin …
Auch meine 82 jährige Mutter – deren eigene Schulzeit sich noch nach Geschlechtern getrennt vollzog - und zu deren Zeit man sich dann erst in der Tanzstunde „begegnete“ fand die Vorstellung großartig."
(Anonym)

"
\[G]estern Abend, vor der großartigen Premiere von „Frühlings Erwachen“, sah ich mit Erstaunen und Verärgerung an den Eingangstüren zum Foyer drei Aushänge mit dem Inhalt:
„Wir weisen darauf hin, dass diese Inszenierung Darstellungen von Nacktheit und physischer Gewalt enthält, die für empfindsame Menschen problematisch sein könnten.“
Nach der Vorstellung, die zurecht standing ovations erhielt, ist für mich das eigentliche Krasse nicht die in der Inszenierung enthaltene Nacktheit usw., sondern das Aufhängen der Warnschilder.
Mir ist bewusst, dass sich seit ein paar Jahren, v. a. aus den USA kommend, der Trend zu sogenannten „Trigger-Warnungen“ in Deutschland zu etablieren scheint. \[…]
Ich frage mich nun, wer im Landestheater Detmold als erster „auf diesen Zug aufgesprungen“ ist und die drei Warnschilder für notwendig erachtete."
(Claudia Röhne)


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