© Bettina Stöß
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Das Bildnis des Dorian Gray

Fr 17 Januar
19:30–21:45 (Pause um 20:18 und 21:09) Detmold, Sommertheater
Achtung: Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit. Tickethotline 0 52 31 / 974-803

DAS STÜCK

Der junge britische Aristokrat Dorian Gray, schön, unerfahren und leidenschaftlich, wird zum Gegenstand des Begehrens zweier Männer – des Malers Basil Hallward und des Dandys Lord Henry. Für den einen ist Dorians Schönheit eine künstlerische Offenbarung: die perfekte Verbindung von Antike und Romantik und damit das Tor zu einer neuen, vollkommeneren Ästhetik. Henry hingegen hat sein eigenes Kunstwerk im Sinn: Er will Dorian nach seinem Bilde formen und aus ihm einen perfekten Hedonisten und Libertin machen. Beeinflusst von Henrys Vorstellungen von Schönheit und Moral, wünscht Dorian inbrünstig, sein Körper möge seine jugendliche Gestalt bewahren und statt seiner lediglich sein Porträt altern. Sein Wunsch erfüllt sich: Das Porträt altert nicht nur, auch graben sich die Züge von Bosheit und Sündhaftigkeit, die Dorian als Narziss in der dekadenten viktorianischen Gesellschaft erwirbt, in sein Abbild ein. Jugend und Alter, Ideal und Wirklichkeit, Schein und Sein, Tugend und Sünde … All diese Gegensätze, die schon bei Oscar Wilde ambivalent waren, verlieren beim Choreografen Stéphen Delattre endgültig ihre festen Positionen. An ihre Stelle treten immer neue Formen der Körperverwandlung, mit denen der Choreograph den Kampf gegen die Vergänglichkeit als das eigentliche Wesen des Tanzes anschaulich macht.

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Besetzung

Kritiken

Hoch kreative und mutige Umsetzung. (…) Das Publikum belohnte die Beherztheit des Choreografen und die hervorragende tänzerische Leistung der Artists in Residence, indem sich ein Großteil erhob und immer wieder forderte, dass sich der Vorhang erneut hob und den Blick auf das internationale Tanzensemble preis gab.
Lippische Landes-Zeitung

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