Mirella Hagen

Portrait

Biografie

Die Sopranistin Mirella Hagen studierte in Stuttgart bei Prof. Ulrike Sonntag und legte ihre Diplomprüfungen mit Auszeichnung ab. Meisterkurse bei KS Edith Mathis, Prof. Ulf Bästlein und Charles Spencer, sowie KS Helen Donath und Helmut Deutsch ergänzten ihre Studien. Nach Studienabschluss wurde Mirella Hagen in das Opernstudio an der Staatsoper Stuttgart engagiert und sang dort Partien wie Ännchen („Freischütz“). Am Theater Regensburg war sie u.a. als Gretel („Hänsel und Gretel“) zu erleben, und an der belgischen Opera Vlaanderen als Anna („Nabucco“), Papagena („Die Zauberflöte“) und als Knappe und Blumenmädchen („Parsifal“). Weitere Engagements führten sie an die Dortmunder Oper und an die Komische Oper Berlin. Am Staatstheater Braunschweig debütierte sie mit als Adina („L’elisir d’amore“) und Pamina („Die Zauberflöte“), zudem als Eliza Doolittle („My Fair Lady“). Im Sommer 2013 gab sie ihr international hochgelobtes Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Woglinde in „Rheingold“ und „Götterdämmerung“ sowie als Waldvogel in „Siegfried“. Mit dieser Partie debütierte sie später auch an der Bayerischen Staatsoper (Leitung: Kirill Petrenko) und am Grand Théâtre Genève (Leitung: Georg Fritzsch). Unter Sir Simon Rattle sang sie im April 2015 die Woglinde in den konzertanten Aufführungen des Rheingolds im Herkulessaal der Residenz in München mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Am Theater an der Wien war Mirella Hagen mit zahlreichen Fachpartien zu hören. Einen großen Erfolg konnte sie dort als Morgana in Händels Oper "Alcina" mit dem Concentus Musicus feiern. Mit René Jacobs und dem belgischen B’Rock Orchester unternahm sie Tourneen nach Brüssel, Amsterdam, Köln und Wien (Monteverdis „Il ritorno d’Ulisse“); weitere Gastspiele mit dem Freiburger Barockorchester („Le nozze di Figaro“) führten sie nach Korea, China, Österreich und Spanien. 2019 sang die Sopranistin an der Oper Graz die "Jahreszeiten" von Haydn unter der Leitung von Robin Engelen und debütierte als Pamina („Die Zauberflöte“) an der Semperoper Dresden. Neben ihrer Operntätigkeit ist die vielseitige Künstlerin auch als Konzertsängerin gefragt. Eine enge Zusammenarbeit verband sie u.a. mit Helmuth Rilling, mit dem sie nach Korea, Polen, Mailand und Moskau reiste und beim Beethovenfest Bonn, dem Europäischen Musikfest Stuttgart sowie der Bachwoche Stuttgart auftrat. Ein weiterer Akzent in ihrer noch jungen Laufbahn ist der Liedgesang. Zusammen mit der Pianistin Kerstin Mörk trat sie an vielen bedeutenden Liedpodien, u.a. in der Villa Wahnfried und der Hugo-Wolf-Akademie Stuttgart und dem Festival Ljubljana auf. 2016 ist ihre CD „Mädchenherzen“ mit Liedern von Richard Strauss, Ludwig Thuille und Hugo Wolf erschienen. Mirella Hagen war Finalistin des Internationalen Hugo-Wolf Wettbewerb Stuttgart und wurde mehrfach für ihre Lied-Interpretationen ausgezeichnet, u.a. mit dem Thomas Wiese Förderpreis und dem Trude Eipperle Rieger Preis und dem Förderpreis des Hugo-Wolf-Wettbewerbs in Slovenj Gradec (Slowenien).
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