Heinrich Schafmeister Schauspieler

Portrait

Biografie

Heinrich Schafmeister, in Essen geboren, bekam früh Klavier-, später Gitarrenunterricht und spielte bereits mit 13 in seiner ersten Beatband. Nach dem Abitur und seinem Zivildienst als Krankenpfleger wohnte er in diversen Wohngemeinschaften, lebte von Rock- und Straßenmusik und studierte unter anderem Musik fürs Lehramt. 1978 tingelte er mit dem Rocktheater „Kamikaze Orkester“ durch deutsche Lande und bekam Lust auf die Schauspielerei. 1980 nahm er an der Essener Folkwanghochschule sein Schauspielstudium auf. Nach der Abschlussprüfung 1984war er sechs Jahre am Stadttheater Aachen engagiert. Gleichzeitig startete Heinrich Schafmeister mit dem Kinofilm „Treffer“ von Dominik Graf seine Film- und Fernsehkarriere und wirkte seither – ab 1990 als freier Schauspieler – in unzähligen Fernseh- und Kinofilmen quer durch alle Genres mit. Seine größte Popularität erlangte er durch seine Darstellung des Sängers Erich A. Collin im Kinofilm „Comedian Harmonists“, für die er auch den Bayerischen Filmpreis bekam, durch seine Rolle des treuen „Wilsberg“-Freundes Manni Höch und bei den jungen Zuschauern durch seine Vaterrolle in der erfolgreichen Kinderserie „Wie erziehe ich meine Eltern“. Daneben ist Heinrich Schafmeister dem Theater immer treu geblieben. Er tourte etwa mit den Rollen des Revisors in „Der Revisor“, des Stiwa in „Anna Karenina“ sowie des Felix in „Oskar und Felix“ (u. a. am Theater am Kurfürstendamm) und des Yvan in „Kunst“. Er spielte z. B. den Tellheim in „Minna von Barnhelm“, den Liebhaber Barney in „Der letzte der feurigen Liebhaber“ (auch an der Komödie am Kurfürstendamm), den Zahnarzt Julien in „Die Kaktusblüte“ und die Dragqueen Albin in „Ein Käfig voller Narren“. Heinrich Schafmeister ist Mitbegründer und ehrenamtliches Vorstandsmitglied der 2006 ins Leben gerufenen größten deutschen Berufsgewerkschaft für Schauspielerinnen und Schauspieler, des Bundesverbandes Schauspiel (BFFS).
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