© Marc Lontzek

Sinfonie­konzert 1

Detlev Glanert - Béla Bartók - Johannes Brahms

Di 24 September
19:30 Detlev Glanert - Béla Bartók - Johannes Brahms Detmold, Konzerthaus der Hochschule für Musik
Tickethotline 0 52 31 / 974-803

DAS STÜCK

Detlev Glanert: Weites Land »Musik mit Brahms«
Béla Bartók: Konzert für Viola und Orchester
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 4 e-Moll op. 98

1960 in Hamburg geboren gilt Detlev Glanert als einer der meistgespielten lebenden Opernkomponisten in Deutschland. Seine Werke offenbaren Gespür für eine besonders lyrische musikalische Sprache und eine Verbundenheit mit der romantischen Tradition, die aus einem zeitgenössischen Blickwinkel neu beleuchtet wird. Sein 2014 uraufgeführtes Auftragswerk des Oldenburgischen Staatstheaters »Weites Land« trägt den auf den ersten Blick seltsam wirkenden Untertitel »Musik mit Brahms«. Ausgangspunkt sind die ersten vier Takte der 4. Sinfonie von Brahms mit ihrem charakteristischen Wechsel von fallender Terz und aufsteigender Sexte. Glanert selbst sieht viel Norddeutschland darin: »der Brahmsische Geruch von Marschland und großen Himmeln«. Das Bratschenkonzert von Béla Bartók gilt als eines der wichtigsten Violakonzerte des 20. Jahrhunderts. Der Komponist schrieb es kurz vor seinem Tod im Jahr 1945, konnte die Arbeit allerdings nicht fertig stellen. Sein Schüler und Freund Tibor Serly ergänzte später die Fragmente zu einem spielbaren Konzert. Solist ist Volker Jacobsen, Professor für Viola an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Im Schatten Beethovens stehend, scheute sich Johannes Brahms lange Zeit davor, Symphonien zu komponieren und zweifelte auch bei seiner Vierten, die er 1884/85 in der Sommerfrische im steirischen Mürzzuschlag am Fuße des Semmerings geschrieben hat, noch am Ergebnis: »Ich fürchte nämlich, sie schmeckt nach dem hiesigen Klima – die Kirschen werden nicht süß, die würdest Du nicht essen!«, schrieb er an den befreundeten Dirigenten Hans von Bülow. Bei der Uraufführung 1885 in Meiningen dirigierte er selbst die Hofkapelle, danach verbreitete sich das Werk schnell. Schließlich gehören Brahms’ vier Sinfonien zum Schönsten, was die Musikgeschichte hervorgebracht hat.

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Besetzung

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  • Musikalische Leitung Lutz Rademacher
  • Viola Volker Jacobsen
  •  
  • Symphonisches Orchester