© A.T. Schaefer
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Der Jüngste Tag

Oper von Giselher Klebe

So 25 Oktober
18:00–20:45 (Pause um 19:25) Oper von Giselher Klebe Detmold, Landestheater
Die Vorstellung ist leider abgesagt. Wir spielen stattdessen "Das Land des Lächelns". Tickethotline 0 52 31 / 974-803

DAS STÜCK

Zu den bedeutendsten deutschen Bühnenkomponisten des 20. Jahrhunderts gehörend, schrieb Giselher Klebe (*1925 in Mannheim; †2009 in Detmold) seine Opern immer nach literarischen Texten. Die 1979 entstandene Oper »Der Jüngste Tag« basiert auf dem gleichnamigen Schauspiel Odön von Horváths aus dem Jahre 1937. Achtzehn Tote bei einem Zugunglück, an dem der Stationsvorstand Thomas Hudetz schuld ist: Er hat vergessen, das Signal zu stellen, weil die Wirtstochter Anna, die seine eifersüchtige Frau ärgern will, ihn geküsst hat. Durch Annas falsche Aussage, er habe das Signal rechtzeitig gestellt, wird er freigesprochen. Doch Annas Mitwisserschaft erzwingt ein Nachdenken nicht nur über juristische, sondern über die metaphysische Schuld. In die Debatte über diese sehr viel schwierigere Schuldfrage greifen in der letzten Szene sogar die Toten ein, auch der Lokomotivführer, der bei dem Zusammenstoß ums Leben kam. Hudetz stellt sich am Ende zwar dem Gericht, doch verurteilt er sich selbst nicht; er spricht sich auch nicht frei, sondern überlässt das Urteil dem Jüngsten Gericht, und wie dies aussehen wird, darüber steht keinem Menschen ein Urteil zu: Der Mensch ist in ein Gewebe von psychologischen und gesellschaftlichen Zwängen eingesponnen, und je weiter diese Motivketten im dramatischen Verlauf verfolgt werden, desto undurchschaubarer werden sie.

Auf unserem Vimeo-Kanal können Sie einige Probeneinblicke mit Sheida Damghani, Benjamin Lewis, Lutz Rademacher, Jan Eßinger sehen.

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Besetzung

Kritiken

Fulminante Premiere. Die Vielfarbige, toll gespielte Musik, ein packender Stoff, gute Sängerdarsteller: Giselher Klebes Oper „Der Jüngste Tag“ nach dem Schauspiel von Ödön von Horváth im Landestheater empfiehlt sich als lohnenswerter Musiktheaterabend, der auf allen Ebenen durch große Klarheit besticht.
Lippische Landes-Zeitung

Ein starkes Stück Musiktheater.
nmz

Das wirkliche Theaterwunder aber schafft an diesem perfekten Opernabend das Bühnenbild von Sonja Füsti. (…) Dem Landestheater Detmold gelingt (…) eine großartige Hommage an den Komponisten Klebe, dessen Heimat bis zu seinem Tode Detmold war.
theater:pur

Der junge Regisseur Jan Eßinger geht mit dieser gewaltigen Vorgabe außergewöhnlich metiersicher um. (…) Das Stück sollte häufiger gespielt werden. Die Musik ist nicht alt geworden und holt die Geschichte gültig in unsere Zeit. Da das aber wohl nicht passieren wird, lohnt sich eine Reise nach Detmold.
Die Deutsche Bühne

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