Foto © Marc Lontzek
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Jubiläumstheaterball am 15. Februar 2020

Stefan Lüersen, Schatzmeister der Theaterfreunde und erfahrener Ballenthusiast, im Gespräch mit Maila von Haussen über das Besondere Erlebnis „Theaterball“.

 

Der Jubiläumstheaterball steht unter dem Motto „Happy Birthday“, gefeiert wird das Doppeljubiläum: 100 Jahre Theatergebäude, 50 Jahre Theaterfreunde. Welche Rolle spielen die Theaterfreunde beim Theaterball?

So ein Ballereignis mit Programm und Catering ist schwer durchführbar, ohne dass wir Unterstützung bekommen. Die Rolle der Theaterfreunde ist daher in erster Linie, bei der Finanzierung mitzuhelfen, indem wir uns um Sponsoren, also Unternehmen und Privatleute, bemühen.

Was ist für Sie das Besondere am Theaterball?

Der Reiz des Theaterballs ist natürlich das wunderbare Ambiente. Allein, sich im Theater zu bewegen, an verschiedenen Stellen des Hauses über den Abend verteilt entsprechende Darbietungen zu bekommen, nicht nur die Gala zu Beginn, die immer ganz hervorragend ist, - das ist natürlich eine absolute Besonderheit, auf die ich mich wieder sehr freue und was letztlich diesen Theaterball auch ausmacht. Hier im festlich geschmückten Haus auf der Bühne zu stehen, zu tanzen, und dabei in den Zuschauerraum zu schauen ist ein fantastisches Erlebnis!

Ein paar Worte noch zum Essen!

Es wird ein sehr hochwertiges Catering geben, die Gäste können sich wirklich darauf freuen, sie werden den Abend über immer wieder kulinarisch verwöhnt, schon zu Beginn nach der Operngala mit kleinen Finger Foods, dann das Buffet mit Fisch, Fleisch und vegetarischen Köstlichkeiten, bis hin zu einem kleinen Imbiss zu Mitternacht, so dass also keiner hungrig nach Hause gehen muss. Eine wichtige Neuerung ist, dass man nun Getränke schon bei der Kartenbestellung vorreservieren kann.

Alles wird sehr hochwertig in einem glanzvollen Rahmen – dennoch soll es ein Ball für alle sein.

Das ist uns ganz wichtig, da legen wir auch aus dem Blickwinkel der Theaterfreunde sehr großen Wert darauf, dass das kein Ball ist, der nur einem gewissen elitären Klientel zur Verfügung steht. So bieten wir auch preisgünstige Flanierkarten zu 75 Euro, wo man zwar auch einen fest reservierten Platz an einem Stehtisch hat, also nicht gesetzte Tische, ansonsten flaniert man – aber das gesamte Programm und Essen kann man genauso genießen wie die Ballgäste, die zu einem deutlich höheren Preis eine Sitzplatzkarte kaufen. Es ist sicherlich ein gewisser Preis notwendig, um all das, was wir hier an dem Abend bieten, auch finanzieren zu können. Bewusst gehen wir für jüngere Leute noch eine Preiskategorie darunter, für Azubis, Schüler*innen und Studierende unter 27 Jahren bieten wir die Eintrittskarte für 50 Euro, wo man aber wirklich sagen muss, das ist an der Schmerzgrenze dessen, was wir anbieten können. Wir machen es sehr gerne, um auch junge Menschen an dieses Kulturgut Ball heranzuführen.

Haben Sie für die jungen Leute oder auch für ältere Ballneulinge Tipps?

Wichtig ist, damit man sich auch wohl fühlt, dass man angemessen gekleidet ist. Es wird hier gerade bei den jungen Leuten, nicht erwartet, dass man mit einem Frack oder Smoking ausgestattet zum Ball kommt, aber wenn man im dunklen Anzug mit Krawatte erscheint oder vielleicht mal eine Fliege ummacht, ist das sicherlich ein guter Weg. Und bei den Damen ein langes Kleid.  Es ist eine tolle Gemeinschaft hier, ein wunderbares Fest, letztendlich, wenn der Tanz eröffnet ist, dann flaniert man ohnehin durchs Haus und sitzt relativ selten noch auf seinen Plätzen, da braucht man keine Hemmschwellen zu haben und kann nicht viel falsch machen.

Gibt es denn erfahrungsgemäß auch für Menschen, die keine*n feste*n Tanzpartner*in haben, die Möglichkeit, den Abend tanzend zu verbringen?

Sicherlich. Es sind ja genügend Gäste da und man tanzt ja üblicherweise auch nicht unbedingt den ganzen Abend über ausschließlich mit dem Partner, mit dem man den Ball besucht, das mischt sich sowieso und insofern hat man da auch die Gelegenheit, im Lauf des Abends einen Tanzpartner zu finden, da hätte ich gar keine Sorge, das wird sich ergeben. Zusätzlich zu dem großen Tanzorchester auf der Bühne, was sicher mehr in den Bereich der Standardtänze geht, gibt es auch im Malsaal eine Band, die gerade zu den späteren Stunden sehr populäre Musik spielt, da ist nicht nur der Walzer gefragt, da kann man sich relativ frei auch ohne Partner bewegen, da mischt sich sowieso alles auf der Tanzfläche.

 

Stefan Lüersen
Fotonachweis: Privat

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