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Spielplanpräsentation der Landesbühnen NRW in Detmold

Am Dienstag, 3. September 2019, hatten die Landestheater NRW im Rahmen der Jubiläums-feier & Spielplanpräsentation im Landestheater Detmold doppelten Grund zu feiern:

Vor 25 Jahren gründeten das Westfälische Landestheater Castrop-Rauxel, die Burghofbühne Dinslaken, das Rheinische Landestheater Neuss und das Landestheater Detmold den Verbund der vier Landesbühnen in Nordrhein-Westfalen. Darüber hinaus wurde vor 100 Jahren das heutige Detmolder Theatergebäude eröffnet. Beide Geburtstage wurden nun mit einem Festakt im Beisein von Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, gefeiert. Musikalisch begleitet wurde das Jubiläum vom Symphonischen Orchester des Landestheaters Detmold.

Dr. Axel Lehmann, Landrat des Kreises Lippe und Vorsitzender des Aufsichtsrats des Landestheaters Detmold, begrüßte die Gäste der Veranstaltung und unterstrich die besondere Bedeutung des Landestheaters Detmold für den Kulturstandort Lippe.

Dies betonte auch Ministerpräsident Armin Laschet in seiner anschließenden Festrede: „Das Landestheater Detmold prägt seit 100 Jahren beharrlich und unbeirrt die Theaterkunst in der Region. Mit 600 Vorstellungen pro Spielzeit – davon rund die Hälfte in Städten und Gemeinden unseres Landes, der Rest deutschlandweit – gilt das Landestheater Detmold als die größte Reisebühne Europas. Ich wünsche mir, dass es weiterhin ein so aktives Haus bleibt.“

Ministerpräsident Armin Laschet weiter: „Nordrhein-Westfalen ist ein großes, ein traditionsreiches, ein starkes Theaterland. Wir haben mit 18 Kommunaltheatern und über 139 Spielstätten die größte Theaterdichte aller Bundesländer. Unsere Landestheater tragen zum kulturellen Leben in unserem Land bei. Deshalb haben wir die Förderung der vier Landesbühnen seit 2018 um 1,5 Millionen Euro pro Jahr erhöht.“

Im Anschluss an die Festrede stellten die Landesbühnen aus Castrop-Rauxel, Detmold, Dinslaken und Neuss in Szenenausschnitten die neuen Stücke für die Saison 2020/21 aus den Bereichen Musiktheater, Schauspiel, Ballett sowie Kinder- und Jugendtheater vor. Gäste der Jubiläumsfeier waren zahlreiche Veranstalter*innen von Theatergastspielen aus den nordrhein-westfälischen Kommunen, unter anderem Theaterleitungen und Kulturdezernent*innen, aber auch Vertreter*innen der lokalen und überregionalen Kulturpolitik. Anlass der jährlich stattfindenden Spielplanpräsentation ist die frühe Spielzeitplanung der Kulturverantwortlichen für ihre Bühnen vor Ort: Die Landestheater bieten somit bereits im Herbst 2019 die Gastspiele für die nächste Saison an.

Landestheater erfüllen eine Doppelfunktion: Zum einen bespielen sie in ihrer Stadt das eigene Haus. Zum anderen ist es ihr kulturpolitischer Auftrag, qualitätsvolles und mobiles Theater in die nordrhein-westfälischen Städte und Gemeinden ohne eigenes Theaterensemble zu bringen. Die vier Landestheater NRW spielen über 1.300 Vorstellungen im Jahr, davon durchschnittlich mehr als 50 Prozent als Gastspiele in fast 200 Kommunen Nordrhein-Westfalens und darüber hinaus. Mehr als ein Drittel aller Inszenierungen richtet sich an Kinder und Jugendliche. Der nun für die Spielzeit 2020/21 vorgestellte Spielplan bietet eine große Vielfalt mit über 100 Produktionen. Hier ein kleiner Ausschnitt:

Das Landestheater Detmold eröffnet die Spielzeit 2020/21 im Musiktheater mit Puccinis „Turandot“. Die neue Ballettdirektorin Katharina Torwesten stellt sich mit „Der Glöckner von Notre-Dame“ vor – begleitet vom Symphonischen Orchester des Landestheaters Detmold. Im Schauspiel kommen Anton Tschechows „Onkel Wanja“ und Elfriede Jelineks „Winterreise“ auf die Große Bühne.

Das Westfälische Landestheater präsentiert im „Musikladen – Eine musikalische Wundertüte“ einen Abend voller Hits und Erinnerungen. Mit Helene Bukowskis Debütroman „Milchzähne“ über die Folgen des Klimawandels adaptiert das Landestheater aus Castrop-Rauxel eines der drängendsten Themen unserer Zeit für die Bühne.

Das Rheinische Landestheater Neuss startet mit dem Rock-Musical „The Black Rider – The Casting of the Magic Bullets“ in die Saison 2020/21. Ebenfalls steht das 2018 für den Mülheimer Dramatikerpreis nominierte soziale Drama „Vor Sonnenaufgang“ von Ewald Palmetshofer nach Gerhart Hauptmann auf dem Neusser Spielplan.

Die Burghofbühne Dinslaken zeigt mit Shakespeares „Sommernachtstraum“ ein über 400 Jahre altes Verwirrspiel über Liebe, Gefühl und Begierde. Außerdem verspricht die Uraufführung von „Maier, Wagner, Schmitt“ eine urkomische und staubtrockene Komödie über den Irrsinn des Büroalltags.

 

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