Foto © Dorina Henkenjohann
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Aus dem Nähkästchen plaudern...

Hallo liebe Schneiderinnen!                                                                                                                         

 Zu welchen Theaterstücken werden momentan Kostüme geschneidert?

Maren: Zu der tollen Produktion „Sonny Boys“. Dazu kommen auch die Hochschulproduktion und die Vorbereitungen für die nächste Spielzeit.

Sandra: Ich mache gerade etwas für „Der Häßliche“.

Lisa: Ich stricke in diesem Moment etwas für „Spatz und Engel“.

Inka: Momentan laufen viele Vorbereitungen für die nächsten Stücke und wir haben mit den Kostümen für „Richard 3.0“ angefangen.

Das Theater besitzt mehrere riesige Lager an vielen interessanten Dingen, darunter Mengen an Kostümen. Inwiefern werden diese genutzt?

Christine: Das ist abhängig vom Kostümentwurf.

Maren: Kostüme mit festgelegten Konzepten oder Entwürfen, gekoppelt an bestimmte Materialien, müssen selbst genäht werden. Trotzdem ist ein Fundus eine Quelle für uns aus der wir viel schöpfen müssen.

Woher bekommt ihr die Maße der Schauspieler?

Maren: Die messen wir am liebsten selber! (lacht)

Christine: Auch wenn wir viele Maße zugeschickt bekommen, legen wir oft lieber selbst nochmal Hand an.

Welches Kostüm gefällt euch am besten und welches ist am kompliziertesten gewesen?

Sandra: Das Kostüm, an dem ich gerade arbeite und mich mit beschäftige, gefällt mir immer am besten!

Maren: Ich denke da an das Stück „Sturm“ und finde das Kostüm des Prosperos am schönsten. Aber mir gefallen generell historische oder fantasievolle Kostüme besser als die moderneren.

Christine: Für mich ist das Kostüm der Miranda auch in „Sturm“ das schönste in dieser Spielzeit. Aber die Ausstattung von „The Addams Family“ fand ich auch sehr schön!

Lisa: Mir machen Kostüme mit neuen Herausforderungen am meisten Spaß! Oft gibt es auch sehr hässliche Kostüme, die aber auf der Bühne so aussehen sollen, die finde ich auch interessant.

Inka: Das Komplizierteste was ich bisher gemacht habe, war ein Zylinder mit Ausklappfunktion. Ich musste sehr viel ausprobieren. Jedoch wurde der Zylinder am Ende doch nicht für das Stück genutzt.

Ist es schon mal passiert, dass ein Kostüm während eines Spiels kaputt ging? Wenn ja, wie handelt man am besten in der Situation?

Maren: Kühlen Kopf bewahren! (lacht)

Gabriela: Einmal ist bei einem Stück das Bein eines Maikäfer-Kostüms abgefallen. Gott sei Dank habe ich immer Sicherheitsadeln dabei (lacht). Leider passte die Farbe nicht, aber Hauptsache das Bein hielt wieder! Ansonsten achten wir ja darauf, dass ein Kostüm nicht kaputt geht .

Inka: Das habe ich schon oft miterlebt! Ich habe bei einem Kostüm zum Beispiel mal eine Feder falsch angenäht, sodass diese dem Schauspieler die ganze Zeit im Gesicht hing! Dann habe ich zwischen den Auftritten ganz schnell die Feder umgenäht. Ich musste auch schon während eines Stücks eine geplatzte Hose reparieren.

Wie würdet ihr euren Beruf in drei Worten zusammenfassen?

Christine: Abwechslungsreich, herausfordernd und kreativ!

Sandra: Spannend, anspruchsvoll, besonders!

Inka: Super. Geil. Klasse.

Das Gespräch führte Dorina Henkenjohann.

Foto oben: (von links) Sandra Henkenjohann, Lisa Karkhof, Gabriela Odenius.

Foto unten: (von links) Andrea Kölczer, Christine Löhr.

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