Foto © Marc Lontzek
Obertexte und Subtöne

Obertexte und Subtöne zu »Eugen Onegin«

 

In unserer Veranstaltung »Obertexte und Subtöne« zur Tschaikowsky-Oper »Eugen Onegin« begeben wir uns diesmal unter anderem auf die Suche nach der ›russischen Seele‹, deren Ergründung einen äußerst beliebten Topos in der (klassischen) russischen Literatur darstellt. Natürlich dürfen dabei Ausschnitte aus Alexander Puschkins Versroman »Eugen Onegin« nicht fehlen (der in diesem übrigens einen vollkommen neuen literarischen Archetyp entwickelt hat: den ›überflüssigen Menschen‹). Aber wir schauen auch über den Tellerrand hinaus und wenden uns anderen Autor*innen zu, die auf ihre Weise versucht haben, das ›Wesen des Russen‹ literarisch aufzuarbeiten, wobei sich eine Art und Weise, Geschichten zu erzählen, herauskristallisiert hat, die aus deutscher Sicht oftmals zunächst etwas irritierend erscheint, aber von einer ganz besonderen Form der Ironie geprägt ist, die zahlreiche russische Werke gerechtfertigterweise zu Weltliteratur gemacht hat.

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