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Kulturpolitische Begegnungen

Drei Gesprächsrunden mit prominenten Gästen aus Politik, Kunst und Journalismus zur Rolle und Funktion des Theaters heute

Sonntag, 21. Mai / 11.30 Uhr / Festival-Foyer / Eintritt frei

KULTURPOLITISCHE BEGEGNUNGEN I: SEKTFRÜHSTÜCK

Zum Thema „Theater in ,postfaktischer’ Zeit: Politisierung, Traditionspflege oder Abendunterhaltung?“ diskutieren Moderator Stefan Keim, Theaterkritikerin Irene Bazinger (Berlin), Regisseur Niklaus Helbling (Mainz) und Prof. Jens Roselt (Hildesheim).

 

Irene Bazinger

ist freie Journalistin im Bereich Kultur und Medien. Nach dem Studium der Germanistik und Theaterwissenschaft in Wien und Berlin war und ist sie für zahlreiche Zeitungen und Sender tätig, u.a. für „Die Zeit“, die „Berliner Zeitung“, die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ und den „Deutschlandfunk“. 2009 erschien ein Gesprächsband mit Andrea Breth „Frei für den Moment“, 2010 der Sammelband „Regie: Ruth Berghaus“.

 

Niklaus Helbling

studierte in Zürich Niklaus Germanistik und Geschichte. Von 1988 bis 1998 war er Dramaturg am Thalia Theater Hamburg und Dozent für Dramaturgie und Regie in Hamburg und Zürich. Seit 1999 ist Niklaus Helbling als Regisseur tätig. Er ist Mitbegründer der Schweizer Gruppe MASS & FIEBER, die seit 1999 in Zürich freie Theaterproduktionen realisiert, von 2012 an auch mit der deutschen Zweigstelle MASS & FIEBER OST. Seit der Spielzeit 2014/15 ist er Hausregisseur am Staatstheater Mainz.

 

Jens Roselt

studierte an der Univerität Gießen Angewandte Theaterwissenschaft, promovierte 1998 in Mainz und arbeitete danach an der Freien Universität Berlin am Institut für Theaterwissenschaften. 1995 wurde sein Stückerstling „Trüffel“ am Theater Oberhausen uraufgeführt. Weitere Uraufführungen von Roselts Theatertexten folgten u.a. in Mainz („Dollmatch“, 1996) und Köln („Handicap“, 2002). Seit 2008 ist er an der Universität Hildesheim als Professor für Theorie und Praxis des Theaters tätig. Sein Stück „Dreier“ steht in der kommenden Spielzeit in einer Inszenierung von Jessica Sonia Cremer auf dem Spielplan des Landestheaters (Premiere: 14. März 2018).

 

 

 

Donnerstag, 25. Mai / 11.30 Uhr / Festival-Foyer / Eintritt frei

KULTURPOLITISCHE BEGEGNUNGEN II: FRÜHSCHOPPEN

Zum Thema „Spielen künftig Migranten, Laien und Profis für das Abo-Publikum: Für wen und mit wem macht Deutschland künftig Theater?“ diskutieren Schauspieler Jubril Sulaimon (Krefeld), die Regisseurin Miriam Tscholl (Dresden) und der Detmolder Schauspieldirektor Martin Pfaff.

 

Jubril Sulaimon

kam 1992 auf Einladung des Schauspiels Essen aus Nigeria nach Deutschland und war dort bis 2001 im Engagement. Es folgten Verpflichtungen an das Schauspielhaus Bochum und das Bremer Theater, die Wuppertaler Bühnen, ans Düsseldorfer Schauspielhaus, ans Schauspielhaus Hamburg, zur Ruhrtriennale und an die Burgfestspiele Bad Vilbel. Seit 1998 arbeitet er zudem mit dem von ihm gegründeten afrikanischen Tanz- und Theaterensemble AIPO.

 

Miriam Tscholl

studierte Architektur in Wiesbaden sowie Kulturwissenschaften und ästhetische Praxis an der Universität Hildesheim. Mit ihrer freien Theatergruppe Werkgruppe 1 inszenierte sie u.a. in Hildesheim, Leipzig und Hannover. Ihre Inszenierungen wurden auf zahlreichen europäischen Festivals gezeigt und mit dem Niedersächsischen Lottopreis für freies Theater ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2009/2010 leitet Miriam Tscholl die Bürgerbühne und den Bereich Theater und Schule am Staatsschauspiel Dresden. Sie inszenierte zudem u.a. am Jungen DT Berlin, an der Mannheimer Bürgerbühne und am Theater Freiburg.

 

Martin Pfaff

studierte er Theaterwissenschaft, Germanistik und Soziologie in Mainz. Danach war er als Regieassistent in Frankfurt am Main, Gießen und Berlin engagiert. Seit 2005 arbeitete er als freier Regisseur u.a. am Deutschen Theater in Berlin, in St. Gallen, Chemnitz, Lüneburg, Kassel und Kiel. Seit der Spielzeit 2015/16 ist Martin Pfaff Schauspieldirektor am Landestheater Detmold.

 

 

Sonntag, 28. Mai / 11.30 Uhr / Festival-Foyer / Eintritt frei

KULTURPOLITISCHE BEGEGNUNGEN III: KATERFRÜHSTÜCK

Zum Thema „Leere Kassen – leere Bühnen: Welche Zukunft hat das Theater in den Kommunen?“ diskutiert Moderator Stefan Keim mit Norbert Hilchenbach (Intendant, Theater Hagen), Hans Heinrich Bethge (Vize-Präsident des Deutschen Bühnenvereins), Christian Thombeil (Intendant, Schauspiel Essen), Pit Clausen (OB, Bielefeld) und Dr. Axel Lehmann (Landrat, Kreis Lippe).

 

Hans Heinrich Bethge

ist Senatsdirektor und Amtsleiter der Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg. Im Februar 2017 wurde er zum neuen Vizepräsidenten des Deutschen Bühnenvereins gewählt. Er ist damit Stellvertreter des Bühnenvereinspräsidenten Ulrich Khuon. Hans Heinrich Bethge ist Jurist arbeitete zunächst als Rechtsanwalt im Theaterbereich. Für die Stadt Hamburg war er erst in der Justizbehörde tätig, seit 1992 in der Kulturbehörde. Im Jahr 2003 übernahm er die Leitung des Amtes Kultur. Er ist Mitglied in den Aufsichtsräten vieler Kultureinrichtungen der Stadt Hamburg sowie seit 2006 im Präsidium des Deutschen Bühnenvereins als Vorsitzender der Staatstheatergruppe.

 

Norbert Hilchenbach

ist seit der Spielzeit 2007|2008 Intendant des theaterhagen. Bereits während seines Studiums (Pädagogik, Psychologie, Gemanistik und Anglistik) lernte er – durch Mitarbeit in nahezu allen Theaterabteilungen – das Theatermetier „von der Pike auf“. Nach Engagements an der Wiener Staatsoper, der Royal Shakespeare Company Stratford und am Théâtre du Soleil Paris und der Arbeit als Regisseur und Dramaturg u.a. an den Stadttheatern Aachen und Trier, den Westfälischen Kammerspielen Paderborn und dem Staatstheater Saarbrücken begann seine Intendantenlaufbahn 1990 am Landestheater Schwaben, von wo aus er 1997 als Intendant und Geschäftsführer an die Städtischen Bühnen Osnabrück wechselte.

 

Dr. Axel Lehmann

studierte in 1990er Jahren Neuere und Neueste Geschichte sowie Politikwissenschaft und Germanistik an der Universität Münster. 2000 promovierte er. Seit Oktober 2015 ist er Landrat für den Kreis Lippe.

 

Christian Thombeil

übernahm mit Beginn der Spielzeit 2010/2011 die Intendanz am Schauspiel Essen. Zuvor war er Stellvertretender Generalintendant und Künstlerischer Betriebsdirektor an den Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach. Nach Ausbildung in klassischem Tanz studierte Christian Tombeil Germanistik und Kunstgeschichte in Stuttgart. Nach dem Studium folgten Regieassistenzen u. a. bei Ruth Berghaus, Robert Wilson, Axel Manthey, Dietrich Hilsdorf und Christof Loy. Ab 1990 war Christian Tombeil als Regisseur für Schauspiel und Musiktheater sowie als Lightdesigner unter anderem in Wien, Stuttgart, Düsseldorf und Brüssel tätig.

 

Pit Clausen

war nach seinem Jurastudium als Richter an Arbeitsgerichten in Düsseldorf, Herford, Detmold, Bochum, Hagen, Paderborn und Bielefeld tätig. Seit 2009 ist er Oberbürgermeister der Stadt Bielefeld, seit 2016 Vorsitzender des Städtetages Nordrhein-Westfalen.

 

 

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