Dauer: ca. 60 Minuten ohne Pause

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Glücksbringer

Rechercheprojekt von Grit Asperger und Charlotte Van Kerckhoven

Rechercheprojekt von Grit Asperger und Charlotte Van Kerckhoven

 

 

 

"Außergewöhnliche Dinge passieren nur, wenn auch Alkohol im Spiel ist. Dann erzählt man sich später darüber Geschichten."

 

 

 

Der Drogenkonsum bei Jugendlichen ist seit Jahren im Fokus der Medien. Doch was ist dran an den Horrormeldungen? Und wer sieht sich schon als Abhängiger, nur weil er regelmäßig "vorglüht" und sich beim Abfeiern ein bisschen was einwirft? Aus einem Rechercheprojekt unter Mitwirkung und mit O-Tönen Detmolder Schüler entsteht das Theaterstück GLÜCKSBRINGER. Ein Abend über Glück, Drogen und Sehnsüchte.


"Mit einer veritablen Verfolgungsjagd zieht das Stück die Zuschauer zu Beginn in seinen Bann, mit einer Rückblende in eine - glücklichere - Vergangenheit entlässt es sie am Ende. Zurück bleiben sie mit der Frage: Wie konnte all das, was dazwischen liegt, eigentlich passieren?

 

Eine Frage, die das Publikum mit den Protagonisten verbindet. Die Grenze zwischen beiden zu verwischen, ist generell eine Stärke des Stücks "Glücksbringer", das jetzt seine gelungene Uraufführung im "Kaschlupp!" erlebte. Thema des Stücks ist der Drogenkonsum von Jugendlichen, geschrieben hat es Charlotte van Kerckhoven, Theaterpädagogin am Landestheater, auf der Basis von Interviews, die sie zuvor mit Jugendlichen geführt hatte.

 

Die Autorin verzichtet zum Glück auf jegliche Moralpredigten und stellt stattdessen starke Bilder in den Raum, die Drogen und Alkohol als Spaß-Turbo ebenso eindrucksvoll illustrieren wie den durch sie verursachten Total-Absturz. \[…] Auch hier: Kein erhobener Zeigefinger, sondern einfache Statements, die nachdenklich machen.

 

Und immer wieder bauen die Autorin und Regisseurin Grit Asperger die Distanz zum Publikum ab. Lassen die drei Schauspieler - Stephanie Pardula, Adrian Thomser und Lukas Schrenk geben das Freundes-Trio überzeugend und kein bisschen anbiedernd - den Zuschauerraum entern. Ehe sie wieder auf die von Tessa Veronika Janus sparsam, aber wirkungsvoll möblierten Bühne zurückkehren. Die Botschaft ist so klar wie jene der alltäglichen Straßenkleidung (Kostüme: Torsten Rauer) der Protagonisten: Hier steht keiner am Pranger. Niemand ist gegen Sucht gefeit - Beziehungskrisen, Nicht-Gesehen-Werden, ein liebloses Umfeld: All das, so führt das Stück vor, kann Motor sein für den Griff zum "Glücksbringer".

Und am Ende bleibt das Bild aus hellen Tagen im Gedächtnis, die Rückblende in eine Zeit, in der die Protagonisten unbeschwert waren, ihre Freundschaft mit Cola feierten statt mit Wodka. Glücksmomente ohne Glücksbringer. Keine Belehrungen, nur ein Bild. \[.…]

 

Jugendliche ab 14 Jahren mit Theater zu erreichen, mit so einem Thema, ist kein leichter Job. "Glücksbringer" hat das Zeug dazu - beim Premierenpublikum hat‘s funktioniert."

 

Lippische Landes-Zeitung

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