Premiere:
Dauer: ca. 90 Minuten ohne Pause

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Dreier

Schauspiel von Jens Roselt

In „Dreier“ erleben wir die gewissermaßen klassische Form einer solchen Dreieckskonstellation: Frau (Fernsehjournalistin) betrügt ihren Mann (Staatsanwalt) mit dessen bestem Freund (Augenarzt). Während die einen sich nach dem Ehebruch noch so genanntem „Postkoitusgeschwafel“ hingeben und sich mit ihrer illusionslos sarkastischen Sicht auf das eigene triste Mittelschichtdasein nichts schenken, klingelt der betrogene Ehemann an der Wohnungstür des Freundes. Und nun? Den Betrug zugeben oder unter denkbar schwierigen Umständen das Geschehene verbergen? Mit einem hohen Maß an Raffinesse entspinnt sich eine heikle ‚Dreier‘-Konversation, ein Lavieren zwischen der Option, die gegenseitige Täuschung aufrechtzuerhalten und eine Bloßstellung zu vermeiden, und dem Impuls, die Wahrheit offen auszusprechen. In Anbetracht der sorgsam errichteten Fassaden vor der jeweiligen Innenwelt wird nie wirklich klar, wer es ehrlich meint und wer ein abgefeimtes Spiel forciert. Das ultimative Zusammentreffen dieser drei auf Gedeih und Verderb einander verbundenen Menschen ist ein gemeinsam zu durchlebender Alb, der irritierende Situationen zeitigt und die Beteiligten in einer David-Lynch-haften Diesseits- und Jenseitswelt gefangen hält, in abstrus quälenden und lachhaften Verhaltensmustern, dubiosen Argumenten der Selbstfindung und -erklärung, schroffen Wortwechseln aufeinander zu und aneinander vorbei. Die verfahrene Lage in dieser Dreiecksbeziehung lässt schließlich nur eine radikale Lösung zu, doch welche?

Trailer

 

Inszenierung: Jessica Sonia Cremer

Bühne: Matthias Appelfelder

Kostüme:Tatiana Tarwitz

Klangdesign/Sounds: Hans Kämmerer

 

 

 

Bitte beachten Sie den neuen Premierentermin Samstag, 17. März 2018, 19.30 Uhr!

 


Mit dem Stück von Jens Roselt liefern drei Schauspieler, die im Sommer die Detmolder Bühnen verlassen werden, unter der Regie von Jessica Sonia Cremer ein spannungsreiches Kammerspiel ab.

 

(...)

 

Marie Luisa Kerkhoff, Stephan Clemens und Markus Hottgenroth sind Meister der kleinen Gesten und der nur durch wenige Eruptionen unterbrochenen Zurückhaltung. Unterschwellige Spannung begleitet auf einer von mauvefarbenen Vorhängen gesäumten Bühne (Matthias Appelfelder) die Bestandsaufnahme diverser Möglichkeiten, die sich aus einer keineswegs unüblichen Dreier-Konstellation ergeben können.

 

Bei Goethes "Stella" bestehen zwei Fassungen. In der ersten reicht die heitere "Ménage à trois" bis zum gemeinsamen Grab. In der späteren, "sittlich gereinigten" Form hat sich die überzählige Person selbst zu entleiben. Hier bleibt das Ende offen: "Das Herz läuft Amok - was soll man da sagen?"

 

Lippische Landes-Zeitung

 

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