Premiere: Freitag 01. Dezember 2017, 19:30 Uhr Detmold, Landestheater
Dauer: ca. 150 Minuten mit 1 Pause

Ticket-Hotline:
05231 / 974803

Dracula

Musical von Frank Wildhorn nach dem Roman von Bram Stoker

Dracula – Legende, Albtraum, Literatur- und Filmklassiker: und nun auch Musical-Held. Seit Bram Stokers berühmtem Vampir-Roman, veröffentlicht 1897, ranken sich zahlreiche schaurige Geschichten um den charismatischen Blutsauger aus den Karpaten. Die anhaltende Begeisterung für den berühmtesten Untoten der Welt nutzte Frank Wildhorn, um an sein Erfolgsmusical "Jekyll & Hyde" direkt mit einem nächsten Hit anzuknüpfen. Zusammen mit den Librettisten Don Black und Christopher Hampton schrieb er ein Musical, das sich von Stokers Schauerroman inspirieren ließ: Draculas spezieller Appetit zieht ihn aus den Tiefen der transsilvanischen Wälder in die Londoner Innenstadt. Des Grafen unstillbares Verlangen macht, wie es nicht anders zu erwarten war, auch vor den schönen Damen der Metropole nicht Halt. Erst weckt er deren Begeisterung – dann beißt er. Nur einer kann dem Grauen ein Ende setzen – der versierte Vampirjäger Van Helsing. Doch das ist nicht so einfach wie gedacht, denn auch Vampire haben Gefühle... Grusel- trifft Liebesgeschichte in einem Musical, das wie kein anderes den Blutdruck anregt.

Trailer

 

Musikalische Leitung: Mathias Mönius

Inszenierung: Lars Helmer

Ausstattung: Kay Anthony

 

Einführungsmatinee: Sonntag, 19. November 2017, 11.30 Uhr, Dietrich-Bonhoeffer-Berufskolleg, Mensa, Elisabethstraße 86

Tel.:05231/ 608 437

Elisabethstr. 86

32756 Detmold

 

 


Drama, Pathos, Kitsch und ein Schuss Blut: Das Musical "Dracula" von Frank Wildhorn, Don Black und Christopher Hampton bietet all diese Facetten, und allesamt wurden auch bei der Premiere des Stückes im Landestheater bedient. (...)

Das Musical basiert auf Bram Stokers Kultroman "Dracula". Es erzählt die Geschichte des untoten Grafen, der nach tausenden von Jahren sein einsames Schloss in Transsylvanien gen London verlässt. Dort geht er auf Jagd nach frischem Blut. Vor allem die Damen lassen sich von ihm bezirzen - und beißen. Zum Beispiel Lucy. Und Mina.

(...)

Optisch inspiriert ist der Detmolder "Dracula" durchs Kino, sowohl der Stummfilm von Murnau als auch die opulente Verfilmung von Coppola haben ihre Spuren in Bühne (Kay Anthony) und Inszenierung hinterlassen. Scherenschnitt-Optik, das Spiel mit Licht und Schatten, Konturen von Menschen, die sich in Zeitlupentempo bewegen (...)

Nicht nur in dieser Szene empfehlen sich Lucius Wolter (Dracula) und Angelina Biermann (Mina) mit schönen Stimmen und ausdrucksvollem Gesang. Auch spielerisch sind die beiden Darsteller stark - genau wie die übrigen Solisten, überwiegend Musical-Gäste, ergänzt durch einige Detmolder Ensemblemitglieder. Katrin Merkl wandelt sich als Lucy überzeugend von der naiven jungen Frau mit Heiratsabsichten zur wilden, triebgesteuerten Vampirin, Udo Eickelmann ist ein von teils komischem Eifer getriebener Vampirjäger van Helsing, Sebastian Smulders ein besessener Renfield und Julian Culemann ein leidensfähiger Anwalt Harker.

Überhaupt kommt das gesamte Bühnenensemble sympathisch und spielfreudig herüber und sieht - unterstützt auch durch eine tolle Leistung der Maske - zum Anbeißen aus. Da passt es gut, dass Torsten Rauer die Kostüme nicht nach viktorianischer Mode gestaltet hat, sondern sie den Darstellern im Stil der 1930er Jahre eng auf den Leib geschneidert hat: Es ist Haut zu sehen, die Hälse verlocken zum Biss. Verstärkt werden die Solisten durch den einmal mehr souverän agierenden Opernchor (Einstudierung: Francesco Damiani).

(...)

Bei den Musical-Fans im Premierenpublikum - einige waren gar in stilechter Gewandung angereist - kam der Detmolder "Dracula" gut an. Sie warfen Blumen auf die Bühne und erhoben sich zum Schlussapplaus von ihren Plätzen.

 

Lippische Landes-Zeitung

 

 

(…) Dracula ist im tiefsten Herzen ein Melancholiker, der gleichermaßen unter dem Fluch der bösen Tat und der Verdammung zu ewigem Leben leidet. Eher als das Schreckgespenst kehrt der transsylvanische Hochadlige die triviale Ausgabe eines Byronschen Dandys und Weltschmerzlers hervor. Grausamkeiten serviert Helmer meist dezent als Schattenspiel. Die Kinder im Saal sind da aus ihren Märchen- und Sagenbüchern Schlimmeres gewohnt.(…) Auch die Erotik zeigt sich jugendfrei. Was sich zwischen Dracula und Mina auf dem Kanapee taktil und haptisch abspielt, kommt dennoch eindeutig über die Rampe. (…) Kay Anthonys Bühne setzt auf Lichtstimmungen und Hintergrundprojektionen, die den jeweiligen Schauplatz andeuten. (…)

Die Kostüme von Torsten Rauer mischen 19. Jahrhundert für die Titelfigur mit Art-déco- Kreationen für die Damen. Die Herrengarderobe gehört unbestimmter ins zweite Viertel des 20. Jahrhunderts.

Versiert entledigt sich der von Francesco Damiani einstudierte Chor des Landestheaters seiner überschaubaren Aufgabe. Für ein Musical denkbar differenziert und klangkultiviert tönt es aus dem Graben. Das Symphonische Orchester des Landetheaters unter Mathias Mönius gibt alles, um zwischen den Gefahren von Seifigem und Zuckerwatte, die beide in Wildhorns Partitur lauern, hindurch zu schiffen. Dirigent und Orchester holen mehr aus der Musik heraus, als vermeintlich in ihr steckt. Dass hier Symphoniker und nicht Musiker einer kommerziellen Produktion aufspielen, wirkt sich entschieden zum qualitativen Vorteil aus.

Auch die Sängerdarsteller dürfen Facetten jenseits rein profitorientierter Musicalindustrie zeigen. So wartet Lucius Wolter in der Titelrolle mit markantem Timbre und dramatischem Aplomb auf. Angelina Biermann als Mina Murray und Katrin Merkl als Lucy Westenra profilieren sich durch intelligente Phrasierung. Der van Helsing von Udo Eickelmann trägt durch darstellerische Agilität und gepflegte Sprechkultur die schauspielerische Palme des Abends davon. Nur Julian Culemann als Jonathan Harker bleibt blass. Alle weiteren Rollen sind angemessen besetzt.

Bürgerliche Premierenabonnenten, Gothic-Leute, Jugendliche und Kinder, sie alle sind höchst angetan. Die Detmolder Begeisterung für das heimische Theater kennt wieder einmal keine Grenzen. Sofort erhebt sich das Publikum zu standing ovations. Auf Auswärtige wirkt das befremdlich, andererseits hat die Verbundenheit des Publikums mit „seinem“ Haus etwas Gewinnendes. Jedenfalls kann über die Familientauglichkeit der Produktion kein Zweifel bestehen. Wer das adrette, einstige lippische Residenzstädtchen mit seinem Jugendstil-Theater nicht kennt, mag sie als Abendprogramm für einen Wochenendausflug mit dem Nachwuchs dorthin vormerken.

 

Michael Kaminski, O-Ton Online

 

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