Premiere: Freitag 27. Januar 2017, 19:30 Uhr Detmold, Sommertheater
Dauer: ca. 135 Minuten ohne Pause

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Der Theatermacher

Schauspiel von Thomas Bernhard

Staatsschauspieler Bruscon reist mit seiner Theatertruppe, die aus seiner gesundheitlich labilen Frau, dem untalentierten Sohn und einer dilettantischen Tochter besteht, durch die tiefste Provinz, um sein Monumentalstück »Das Rad der Geschichte« zu präsentieren.

 

Das Kaff Utzbach ist der aktuelle Tiefpunkt seiner Tournee. Alles scheint sich gegen ihn und seine künstlerischen Ambitionen verschworen zu haben: Der Aufführungssaal in einem Gasthof ist stickig und feucht, durch die geöffneten Fenster dringt nur der Geruch der Schweinemastanlagen herein. Außerdem ist Blutwursttag, ein Großereignis im Dorf, so dass die Resonanz auf das Theater wohl gering bleibt. Und das größte Problem ist ohnehin nicht gelöst: Der örtliche Feuerwehrmann hat noch nicht genehmigt, dass am Ende der Vorstellung das Notlicht ausgeschaltet wird. Thomas Bernhards mit boshaftem Witz verfasste Reflexion über das Schauspielerdasein ist nirgendwo besser aufgehoben als bei einer Reisebühne. Der Bruscon ist Henry Klinders Abschiedsrolle vom Festengagement am Landestheater.

Trailer

 

Inszenierung: Malte Kreutzfeldt

 

Einführungsmatinee: Sonntag, 22. Januar 2017, 11.30 Uhr, Lippische Landesbibliothek, Hornsche Str. 41

 

Premiere: Freitag, 27. Januar 2017, 19.30 Uhr, Detmolder Sommertheater


„Das Stück, in dem der Autor Darsteller- und Zuschauerebene raffiniert verwebt, hat im Sommertheater eine farbenreiche und fesselnde Premiere erlebt, getragen von einer grandiosen Vorstellung Nobert Wendels in der Titelrolle. (…)

 

„Der Theatermacher“ ist auch Komödie, allerdings ist die Komik von dunkler, oft boshafter Natur. (…) Bruscon zumindest hat schwer zu kämpfen, und Nobert Wendel bringt dieses Ringen des Theatermachers in höchst facettenreichem Spiel auf die Bühne. (…) Bei all dem hält Wendel sein Spiel so fein und nuancenreiche, dass deutlich wird, dass dieses Verächtlichmachen der anderen aus einem gewissen Selbsthass Bruscons entspringt. Wendel glänzt mit großartiger Sprechkultur – der Duktus von Bernhards Sprache, der oft beinahe an eine musikalische Partitur erinnert, ist höchst anspruchsvoll.“

 

Lippische Landes-Zeitung

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