Premiere: Samstag 17. September 2016, 19:30 Uhr Detmold, Grabbe-Haus

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Der Heiler

Monolog von Oliver Bukowski

Prof. Dr. Matthes Grebenhoeve, einer der renommierten und prominenten Psychotherapeuten des Landes, steht unter enormem Druck: Er ist nackt neben einer toten Patientin gefunden worden. Der Fall ist spektakulär, die Medien schlachten die Story gnadenlos aus. Und Grebenhoeve muss sich erklären, verantworten. Seine Aussage wird zur Generalabrechnung. Mit sich selbst, dem eigenen Berufsstand, allem: »Jeder, den wir heil und gesund machen, muss vor die Hunde gehen!« An einer Welt der sinnfreien Kommunikation litt Grebenhoeves letzte Patientin, doch sollte man sie deshalb krank nennen? Ist nicht vielmehr die Welt »verrückt«? Kein Wunder, dass die üblichen Behandlungsansätze bei der attraktiven jungen Frau nicht fruchteten, die Grebenhoeve geistreich und schlagfertig beeindruckte: »Ich hab kein Karma, keine Aura, nix — das, was Sie da therapeutisch fixieren, hat simpel Körbchengröße D.« Sie verlangt grundsätzliche Aussagen, und so stellt sich Grebenhoeve auch selbst die Frage nach der Therapierbarkeit des Menschen und dem Sinn des Lebens.

 

Bukowskis Verteidigungsmonolog einer »Koryphäe« bietet eine Fülle an klugen und witzigen Pointen und ist famoser Stoff für einen spiel- und lebenserfahrenen Schauspieler.

Inszenierung: Jessica Sonia Cremer

 

Ausstattung: Petra Mollérus

 

 

 

Wiederaufnahme: Samstag, 17. September 2016, 19.30 Uhr, Grabbe-Haus


"\[...] In einem zweistündigen Monolog, von dem die restlos begeisterten Zuschauer am Samstagabend im ausverkauften Grabbe-Studio keine Sekunde versäumen wollten, so dass die Zeit wie im Fluge verging, durchschritt Ruczynski bis zum körperlichen Zusammenbruch jene seelische Befreiung, jene Wiederentdeckung des menschlichen in sich und für uns. Regisseurin Jessica Cremer führte Ruczynski mit gutem Gefühl für die dramatischen Bögen in der nicht ohne Witz von Oliver Bukowski ausformulierten Selbsterkenntnis durch das brillante Bühnenbild von Petra Mollérus, das gleich zeigt, wie wir selbst unsere Idylle mit Brettern vernagelt haben Fazit: Unbedingt ansehen."

 

Lippische Landes-Zeitung

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