Premiere: Freitag 08. September 2017, 19:30 Uhr Detmold, Landestheater
Dauer: ca. 140 Minuten ohne Pause

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Der fliegende Holländer

Romantische Oper in drei Aufzügen von Richard Wagner

Vor langer, langer Zeit hatte der Holländer gotteslästerlich geschworen, er werde niemals ruhen, bis er es geschafft habe, das Kap der Guten Hoffnung zu umrunden. Nun ist er zu ewiger Fahrt auf den Weltmeeren verdammt, und wo immer das gespenstische Schiff mit seinen blutroten Segeln auftaucht, verheißt das nichts Gutes. Nur alle sieben Jahre darf der Fluchbeladene an Land gehen. Die Legende erzählt, dass die Treue einer liebenden Frau diesen Bann brechen kann. Die schwärmerische Kapitänstochter Senta erkennt in sich jene Erlöserin. Sie erhofft sich zugleich, die Enge der dörflichen Gemeinschaft, die für sie nur die Rolle der Mutter und Ehefrau vorsieht, in der Liebesbeziehung zum ruhelosen Seefahrer hinter sich lassen zu können. Doch die Aufgabe der Errettung dieses Verdammten erweist sich für sie als eine lebensbedrohliche.

In Richard Wagners "Der fliegenden Holländer", 1843 in Dresden uraufgeführt, schlägt das Herz der deutschen Romantik spürbar. Mit musikalischer Wucht etabliert Wagner in dieser Oper zudem erstmals ein Motiv, das in vielen seiner späteren Werke immer wieder verhandelt wird: Erlösung durch Liebe im Tod.

 

Musikalische Leitung: Lutz Rademacher

Inszenierung: Kay Metzger

Ausstattung: Petra Mollérus

 

Einführungsmatinee: Sonntag, 3. September 2017, 11.30 Uhr, Kreishaus, Felix-Fechenbach-Str. 5

 


(...) Musikalisch kommt der Detmolder "Holländer" durch und durch erfreulich daher. Susanne Serfling gestaltet die Senta mit hellem, warm leuchtendem Sopran und glänzt nicht nur in der Ballade, sondern auch im träumerischen Duett mit Derrick Ballard, der ein stimmlich wie spielerisch überaus starker Holländer mit toller Bühnenpräsenz ist. Sehr gut auch Christoph Stephingers Daland, der als Sentas geschäftstüchtiger Vater jederzeit bereit ist, seine Tochter an den nächstbesten Unbekannten zu verscherbeln. Ewandro Stenzowski als Erik, der sich als Sentas Verlobter wähnt, ein guter Stephen Chambers als Dalands Steuermann - hier: Barmann - und Lotte Kortenhaus, die als strickende Mary ebenfalls hinter der Theke sitzt, komplettieren die Solisten-Riege.

 

Generalmusikdirektor Lutz Rademacher hält die Fäden von Wagners farbenreicher Musik souverän in der Hand und findet ein gutes Gleichgewicht zwischen laut und leise. Unter seinem Dirigat lässt das sehr überzeugend aufspielende Symphonische Orchester des Landestheaters die Piano-Passagen ihre betörende Wirkung entfalten und entwickelt in den stürmischen Sequenzen druckvolles, mitreißendes Potenzial. (...)

 

Lippische Landes-Zeitung

 

(...) Das Kino als Traumort. Wie wäre es nur, wenn einer der verwegenen Leinwandhelden lebendig würde?

Woody Allen hat das in The Purple Rose of Cairo 1985 durchgespielt, und Kay Metzger hat das bei seiner beziehungsreichen Inszenierung sicher im Hinterkopf. Er erzählt quasi filmisch, blendet immer wieder ab (dann geht das Licht auf der Bühne aus und blaues Licht scheint in den Zuschauerraum) und "schneidet" auf diese Weise eine Folge von Szenen, die einen ganz anderen Rhythmus haben als Wagners Oper - zwar brechen sie nicht die gesungenen Passagen auf, definieren aber eine ganz eigenen Zeitskala, weil zwischen zwei Szenen schon mal längere Zeiträume vergehen. Lebendig wird hier natürlich der Holländer (dafür zeigt das Filmplakat eine Leerstelle), der dann nicht am Strand, sondern an der Bar strandet. (...) Vieles aus dem Libretto hat Metzger gestrichen. Kein Schiff, Seefahrerambiente, keine Spinnstube - Matrosen wie die Mädchen des Dorfes sind Kopien des Barmanns. Das Kinofoyer bleibt drei Akte lang der Rahmen. Ein sehr poetisches Bild hat Metzger für das Duett von Senta und Holländer gefunden, wenn er die beiden verloren im Raum miteinander tanzen lässt, ganz langsam. (...)

Kay Metzgers spannende, oft ironisch gebrochene und bei allen Irritationen schlüssige Interpretation ist ein früher Höhepunkt der gerade anlaufenden Spielzeit. Musikalisch sehr ordentlich.

 

OMM

 

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