Premiere: Samstag 22. Oktober 2016, 19:30 Uhr Detmold, Grabbe-Haus
Dauer: ca. 130 Minuten mit 1 Pause

Ticket-Hotline:
05231 / 974803

Das andalusische Mirakel

Komödie von Lars Albaum und Dietmar Jacobs

Gestrandet in Andalusien — und dann auch noch im kleinsten, unbedeutendsten Kaff der ganzen Gegend. Dabei fing alles ganz harmlos an: Man(n) kann ihn doch wirklich mal vergessen — den Hochzeitstag. Deshalb muss Frau ja nicht gleich das Frühstücksei am Schädel ihres Gatten aufschlagen. So passiert im Hause des Klodeckelfabrikanten Hubertus Heppelmann, und Anlass für ihn, die längst überfällige Scheidung einzuleiten. Dumm nur, dass sein Anwalt gerade in Spanien Urlaub macht. Und so setzt sich der mittelständische Unternehmer in seiner Wut ins Auto und fährt los — bis eine Autopanne irgendwo im Nirgendwo Andalusiens, in San Miguel, seinen Elan bremst.

 

Ein allerletztes freies Zimmer findet Hubertus im schäbigsten Hotel des Ortes, das er sich allerdings mit der naiv-plappernden Studentin Nelli teilen muss, denn man feiert gerade den 100. Jahrestag des »Wunders von San Miguel«. Dass dieses sich vor den Augen der beiden noch einmal wiederholen würde, hätte keiner für möglich gehalten…

 

Das Autorenteam Lars Albaum und Dietmar Jacobs, Verfasser erfolgreicher TVSerien wie »Stromberg« und »Das Amt«, kreierte ein rasantes Wechselspiel voller Turbulenzen und unerwarteter Wendungen.

Trailer

 

Inszenierung: Martin Pfaff

 

Bühne: Hans-Günther Säbel

 

Kostüme: Torsten Rauer

 

 

 

Wiederaufnahme: Samstag, 22. Oktober 2016, 19.30 Uhr, Grabbe-Haus


"Fiesta Espanola im Grabbe-Haus: "Das andalusische Mirakel" hat auf der kleinen Bühne des Landestheaters eine rasante Premiere hingelegt. Komödie und Inszenierung sind ein ausgekochter Spaß mit Verwirrspiel-Potenzial, und beide sind verflixt gut gemacht. Zip zip zip, olé!

 

Die Autoren Lars Albaum und Dietmar Jacobs führen mit dem "Andalusischen Mirakel" vor, dass Komödie weder betulich noch billig daherkommen muss. \[...] Der Plot ist albern bis absurd - großer Blödsinn, den Martin Pfaff als Riesen-Gaudi auf die Bühne bringt. Er überzeichnet so gnadenlos wie gekonnt und gibt ein flottes Tempo vor, was den spritzigen Dialogen zusätzlich Tempo verleiht.

 

Chapeau für die Schauspieler, die hochkonzentriert bei der Sache sind, so dass die Pointen auf den Punkt kommen und die Rollenwechsel reibungslos gelingen. Joachim Ruczynski gibt einen herrlich miesepetrigen Heppelmann, den Kostümbildner Thorsten H. Rauer in lebensbejahenden Brauntönen und weißen Socken als Parade-Spießer einkleidet. Karoline Stegemann verpasst er einen gechillten Rasta-Look, den diese durch ihre Verkörperung der naiven, fröhlich plappernden Nelli toll mit Leben füllt. Hartmut Jonas ist der quirlige, geschäftstüchtige Portier Juan und meistert die Tücken der Verballhornten spanischen Diktion fabelhaft. Kerstin Klinder gestaltet als Heppelmanns Gattin auch ein paar starke tragikomische Momente, und Nellis Verlobter Benny wird von Robert Oschmann als cooler Surflehrer ins Bild gesetzt, der ein wenig seiner abgeklärten Grundhaltung einbüßt, als er im von Bühnenbildner Hans-Günther Säbel mit - vor allem - einem Doppelbett möblierten Hotelzimmer seine im männlichen Heppelmann-Körper steckende Freundin küssen soll.

 

Das Prinzip ist einfach, die Umsetzung ist prima, das "Mirakel" macht gute Laune. Allerdings: Mitfeiern ist angesagt - auch für die Zuschauer, die sich alsbald in der Partie der feurigen, spanischen Dörfler wiederfinden. Die ultimative Ansage dazu findet sich im Programmheft, das einen "Reise-Knigge für Deutsche in Spanien" enthält: "Am besten ist es, mitzumachen und die Ausgelassenheit der Einheimischen zu genießen", heißt es dort. "Entweder man lässt sich bei solcherart Feierlichkeiten mitreißen oder man meidet den Ort des Geschehen." Letzteres wäre in diesem Fall allerdings extrem schade."

 

 

 

LZ

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