Dauer: ca. 130 Minuten mit 1 Pause

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Ben Hur

Komödie von Rob Ballard

»Ben Hur« ist der monumentalste aller Monumentalfilme: 365 Sprechrollen, 50.000 Statisten, 300 Dekorationen, 5 Jahre Drehzeit! Wie soll solch ein Spektakel auf der Bühne funktionieren? Wie veranstaltet man da das legendäre Wagenrennen? Wie versenkt man hier eine vollbesetzte Galeere im Mittelmeer? Nichts leichter als das: Man braucht — so der Autor Rob Ballard — für dieses im Grunde unaufführbare Werk gerade mal vier Schauspieler und einen raffinierten Regisseur, um mit Verwandlungskunst, viel Witz, Tempo, schwarzem Humor und absurdesten Verwicklungen die Geschichte von Judah Ben Hur zu erzählen: Der wird unschuldig als Verschwörer verurteilt, rettet aber als Sklave dem Galeerenkommandanten das Leben, der ihn als Ziehsohn nach Rom holt. Dort will sich Ben Hur an jenem Mann rächen, der seine Gefangenschaft verschuldete… Ballards turbulente Komödie bietet dem Filmkenner Neues, denn so manches wird aufgedeckt, was das Kino verschwieg. Doch wenn Sie den Filmklassiker nie gesehen haben — kein Problem, denn das Einzige, was Sie für diesen Abend wirklich wissen müssen ist: Wo sind die Taschentücher, um sich die Lachtränen abzuwischen!

Trailer

 


\[...]. Die Darsteller überzeugten das Publikum mit ihrer Leistung. Vor allem Roman Weltzien glänzte in seiner recht verrückten Interpretation von Messala, der - schrill kostümiert von Torsten Rauer - in Gummi-Römersandalen, Trainingshose, goldenem Brustpanzer und Zottelperücke auftrat und sich immer wieder mit seiner Geliebten Ben Hur duellierte. Dieser ist in Rob Ballards Komödie nämlich eine Frau, verkörpert von Natascha Mamier, die sich in den unterschiedlichsten Szenen mit viel Witz und Selbstironie präsentierte. Stephan Clemens überzeugte derweil nicht nur als Elvis-Imitator, sondern trat auch als Caesar auf. Die Lacher hatte er aber vor allem als taktgebender Rudermann auf der Sklavengaleere auf seiner Seite. Dazu wurde auch das Publikum aufgefordert, sich im Takt der Ruderschläge in den Sitzen nach vorne und hinten zu wiegen. Auf dieser römisch-lippischen Galeere fehlte auch Kapitän Arrius, gespielt von Jürgen Roth, nicht. Der zeigte zudem unter anderem seine feminine Seite als Ben Hurs Mutter Alma im knappen Kostüm in Leopardenoptik. Überzeugend neben der starken Leistung der Schauspieler: die zahlreichen Schnittstellen zwischen Antike und Moderne - da kommt auch schon mal ein Selfie-Stick zum Einsatz. Dass Ben Hur zu guter Letzt auch noch für den auferstandenen Jesus gehalten wird, verwundert kaum mehr.

 

LZ

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