
06.10.2013
18:00 bis ca. 20:15 Uhr
1. Pause ca. 19:00 Uhr
Mascialino im Gothland
27.10.2013
18:00 bis ca. 20:15 Uhr
1. Pause ca. 19:00 Uhr
Mascialino im Gothland
17.11.2013
18:00 bis ca. 20:15 Uhr
1. Pause ca. 19:00 Uhr
Mascialino im Gothland
01.12.2013
18:00 bis ca. 20:15 Uhr
1. Pause ca. 19:00 Uhr
Mascialino im Gothland
28.12.2013
19:30 bis ca. 21:45 Uhr
1. Pause ca. 20:30 Uhr
Mascialino im Gothland
29.12.2013
18:00 bis ca. 20:15 Uhr
1. Pause ca. 19:00 Uhr
Mascialino im Gothland
Wiederaufnahme
Erholung für Inspektor Lecul? Nicht denkbar. Kaum hat er sich mit seiner chinesischen Adoptivnichte Ling-Ling in eine Luxusherberge an der Côte d'Azur begeben, holt ihn der nächste Fall ein. Denn in der Nähe des exzentrischen Ermittlers geschehen immer rätselhafte Morde - und ehe man sich versieht, ist man selbst in Gefahr: Ein Schrei gellt durch die Dunkelheit, und schon liegt Opfer Nummer 1 gemeuchelt am kalten Grunde. Lecul nimmt, assistiert von Ling-Ling, sofort die Ermittlungen auf. Doch diesmal hat er es mit einem Killer zu tun, der eine erstaunliche Kreativität in der Wahl seiner Mittel an den Tag legt. Für Lecul beginnt ein grausamer Wettlauf mit der Zeit...
Daniel Call verbindet in seinem Auftragsstück für das Landestheater klassische Krimielemente der 1930er und 40er Jahre mit moderner Comedy: Stummfilm-Slapstick gepaart mit satirischen Kabarettelementen, klassischer Schwarz-Weiß-Krimi trifft auf modernen Komödientrash - satirisch, grotesk, frech und hintersinnig.
Neben köstlichem Wortwitz können die Theaterbesucher sich an den Vorstellungsabenden auch kulinarische Spezialitäten auf der Zunge zergehen lassen: Mascialino im Gothland bietet zu den Aufführungen eigens kreierte "Dr. Bizarr"-Menüs an. Wie wäre es mit einer schmackhaften "Plat de Bizarr" und einem köstlichen "gâteau macabre" zum Dessert? Machen Sie Ihren Theaterbesuch zu einem ganz besonderen Erlebnis!
Inszenierung: Oliver Trautwein
Wiederaufnahme: Sonntag, 6. Oktober 2013
Mit freundlicher Unterstützung der "Theaterfreunde".
Mörderisch gut: So ist die Uraufführung des Stückes "Dr. Bizarr und die Kammer des Grauens!" durch das Landestheater im "Mascialino im Gothland" in Detmold gelungen.
Ein Sympathieträger ist die Hauptfigur des morbiden Geschehens eher nicht: "Im System Hercule Lecule kann es nur eine Sonne geben: Hercule Lecule", spricht der Meisterdetektiv große Worte gelassen aus. Einige Sternchen leuchten dennoch schüchtern im Schatten des wohlgenährten Denkers. Vier von ihnen werden im Laufe der Aufführung verglühen. Opfer eines Mörders, der exakt dort lauert, wo er in jedem vernünftigen Krimi hingehört: Unter uns... Aus den üblichen Zutaten des Genres hat Autor Daniel Call im Auftrag des Landestheaters einen vortrefflichen Cocktail gemixt. Den serviert er auf dem Tigerteppich, und zwar "geschüttelt, nicht gerührt": Es wimmelt von Anspielungen auf populäre Figuren und Filme der Krimigeschichte. Doch diese sind derart virtuos in die Handlung komponiert, dass "Dr. Bizarr..." jederzeit durch eine ganz eigene Qualität zu begeistern vermag. Die bemühte Klischeesprache mancher Klassiker wird dabei ebenso gnadenlos auf den Arm genommen ("Dieser Schachzug passt nicht in mein Puzzle!" - "Wer puzzelt schon beim Schach?") wie die eigene Zunft ("Ich bin Schauspieler, Darling: Ich denke nicht, ich bin"). Das "Mascialino" erweist sich als genuiner Ort für eine prachtvolle Hotellobby der 1920er-Jahre. Mitten drin sitzen die Zuschauer als stiller Teil des Geschehens - zu keiner Zeit sicher davor, selbst Opfer des mörderischen Treibens zu werden. Henry Klinder lustwandelt derart vergnügt durch diese Szenerie, als sei der Lecule einzig für ihn geschaffen worden. Lecule ist, mit Verlaub, genau das, was sein Name in der vulgären Übersetzung vermuten lässt: Ein affektierter "Arsch". Trotz seiner Omnipräsenz sind die weiteren Figuren alles andere als Staffage: Die schrulligen Charakterzeichnungen durch Anna Katharina Schwabroh, Jürgen Roth, Marie Suttner, Philipp Baumgarten und Michael von Zalejski (alle jeweils in Doppelrollen) sichern brillante Unterhaltung. Auch wenn alles im Übermaß vorhanden scheint - skurrile Bilder, gefühlige Musik, hitzige Erotik - die Inszenierung von Oliver Trautwein ist vollkommen stimmig. [...]
Regie
Oliver Trautwein
Ausstattung
Torsten Rauer
Musikalische Leitung
Michael Zalejski
Dramaturgie
Christian Katzschmann / Jens Kowsky
Hercule Lecul
Henry Klinder
Patience Topless/ Lady Charlene Charleston
Anna Katharina Schwabroh
Eintänzer 1/ Sir Charles Charleston/ Dr. Niklasch Vanervere
Jürgen Roth
Ling-Ling/ Syf Longhorn
Marie Suttner
Eintänzer 2/ Hotelpage Gilles/ Superstar Polish Longhorn
Philipp Baumgarten
Sam
Thomas Wolter / Michael Zalejski
Regieassistenz
Anna Drechsler
Soufflage
Svenja Tabata Sieloff
Doppelbesetzungen in alphabetischer Reihenfolge.
Änderungen vorbehalten!
Landestheater Detmold GmbH / Theaterplatz 1 / 32756 Detmold / Tel. 05231/974-60 / Fax 05231/974-701 / info(at)landestheater-detmold.de
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